16.09.2015

Wananas macht schon alle nass

OB Horst Schiereck legt Grundstein für Neubau.

 

Wasser marsch! Ob es als gutes Omen gilt, wenn pünktlich zur Grundsteinlegung eines neuen Schwimmbades der Himmel seine Schleusen öffnet und es richtig schüttet? Alle Beteiligten sahen es wohl so und OB Horst Schiereck nahm es mit Humor: „Wir stehen hier unter der Dusche des neuen Wananas."

Im zukünftigen Kassenraum des Sport- und Erlebnisbades, in dem die Außenmauern schon teilweise bis auf Deckenhöhe hochgezogen sind, hatten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und der beauftragten Firmen zu einer kleinen Feierstunde versammelt. Nach gut acht Monaten Bauzeit konnten sie bereits die Umrisse der Gesamtanlage sowie einen Großteil der Beckenflächen in Augenschein nehmen.

Bauarbeiten (fast) im Plan

In seiner Rede umriss OB Horst Schiereck die Dimensionen des 15-Millionen-Euro teuren Bauwerks: „Bis zur Fertigstellung werden 2,5 Kilometer Wasserleitungen, 5.000 Kubikmeter Beton und 460 Tonnen Stahl verbaut sein." Nach den derzeit laufenden Rohbauarbeiten sollen noch Ende des Jahres die Arbeiten für die Dachkonstruktion und die Fassade beginnen. Die Tragkonstruktion des „schwebenden" Daches sowie die Gebäudehülle sollen bis Anfang des kommenden Jahres fertig sein. Dann folgen der Innenausbau und die Installation weiterer Gebäudetechnik. 31 Firmen waren bislang am Neubau des Sport- und Erlebnisbads beteiligt, weitere 16 Gewerke werden noch ausgeschrieben und vergeben.

Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte der OB noch mit im Gepäck. Die gute: Seit Ende August wird an der neuen Zufahrt zum Wananas von der Dorstener Straße aus gebaut. Fertig wird sie im November. Damit trägt die Straße schon während der Bauphase dazu bei, die Anwohner vom Baustellenverkehr zu entlasten. Für die schlechte Nachricht sorgten vermutete Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg, das Gelände musste daraufhin umfassend untersucht werden. Den Zeitverlust von vier Wochen wollen die Bauleute aber jetzt beim Innenausbau ausgleichen.

Zeitkapsel mit Entchen

Der Oberbürgermeister bedankte sich im Namen der Stadt Herne bei allen an der Planung und am Bau Beteiligten und wünschte ihnen für die kommenden Monate viel Glück und Erfolg. Wie es gutem altem Handwerksbrauch entspricht, legten sie schlussendlich selbst Hand an: OB Schiereck, Birgit Peter als Leiterin des städtischen Eigenbetriebs Bäder und Sebastian Neuhaus vom Architekten- und Ingenieurbüro Krieger, das für das Bauvorhaben verantwortlich zeichnet, füllten die alte Wananas- Zeitkapsel, die den Großbrand im Jahre 2011 unbeschadet überstanden hatte, mit symbolischen Gegenständen: mit Bauplänen, Münzen, einer aktuellen Zeitungsausgabe - und natürlich einem Gummi-Entchen als Wahrzeichen des Wananas und Glücksbringer für ein gutes Gelingen der Bauarbeiten. Der Metallkasten wurde dann „mehr oder weniger fachmännisch", wie Horst Schiereck schmunzelnd feststellte, von den drei Verantwortlichen eingemörtelt. Der wohlbehaltene alte Inhalt der Zeitkapsel wurde Stadtarchivar Hans Jürgen Hagen zur sicheren Aufbewahrung übergeben.

Rat an OB-Nachfolger

Seinem Nachfolger, der im Oktober die Amtsgeschäfte von Horst Schiereck übernehmen wird, dem ebenfalls anwesenden Frank Dudda, empfahl er, im nächsten Sommer nicht seine Pflicht zu versäumen und das Bad durch einen Sprung ins Nass gebührend einzuweihen: „So haben es damals Oberbürgermeister Pohlmann und Sportdezernentin Goch bei der Eröffnung des alten Wananas vorgemacht."

 

Grundsteinlegung mit OB Schiereck, Sebastian Neuhaus und Birgit Peter (v. l.)

zurück