Hallenbad Eickel, Schwimmhalle von oben

Bädergeschichte bewahren

Badevergnügen, Erholung und Regeneration. Schwimm- und Badeanstalten haben in der von Bergbau und harter Arbeit geprägten Ruhrgebietsstadt Herne immer schon einen hohen Stellenwert gehabt. Die Zeichen der Zeit und damit auch die Freizeitbedürfnisse haben sich seitdem geändert: Sport- und Wellness-Angebote sowie Spielattraktionen für Kinder werden heute mehr denn je nachgefragt. Ein Grund mehr, die Entwicklung der Bäder in Herne zu dokumentieren.

Die Herner Bädergesellschaft wird an dieser Stelle ein Archiv aufbauen, das mit historischen Text-, Bild- und anderen Dokumenten die traditionsreiche und lebendige Bädergeschichte der beiden ehemaligen Städte Herne und Wanne-Eickel würdigt.

Sommerbad Bergstraße

Der Standort Bergstraße hat wahrlich Tradition: Hier, wo heute das moderne Kombi-Bad Südpool zum Schwimmen und Entspannen einlädt, befand sich von 1928 bis zum Jahr 1999 das Herner Sommerbad. Genau am 3. Juni war es so weit, das Sommerbad öffnete seine Tore. Rund 6.000 Menschen, so weiß die städtische Chronik, versammelten sich auf der Tribüne und staunten über den zehn Meter hohen Sprungturm.

Schon damals dachte man ökologisch: Das herabfließende Wasser aus den Quellen am Düngelbruch wurde in einem Vorwärmbecken - dem heutigen Sommerbadteich - gesammelt und anschließend ins Becken des Freibads geleitet.

Sommerbad Bergstraße von oben
Sommerbad Bergstraße, Liegewiese
Sommerbad Bergstraße, Schwimmbecken mit Sprungturm

Stadtbad Herne Mitte

Von 1959 bis 2001 stand das Stadtbad Herne-Mitte in prominenter Lage am Berliner Platz und prägte mit seiner typischen Glasfassade das Stadtbild. 2003 wurde das stark modernisierungsbedürftige Bad  abgerissen. Heute befinden sich dort in unmittelbarer Nachbarschaft zum Archäologischen Museum ein Kino-Komplex mit sechs Sälen, ein Restaurant sowie das Kunden-Center der Stadtwerke Herne und das Immobilien-Center der Herner Sparkasse.

Stadtbad Herne, Außenansicht
Stadtbad Herne, Schwimmbecken
Stadtbad Herne, Schwimmhalle mit Darstellung von Neptun und Fischen

Freibad Wanne

Generationen von geburtenstarken Babyboomer-Jahrgängen schwammen sich hier frei, bevölkerten die Liegewiese und knüpften erste zarte Bande zum anderen Geschlecht: Das Freibad an der Oststraße, wie die Zufahrt von der OWIII (heute Berliner Straße) damals hieß, war Kult in den bewegten Endsechzigern und Siebzigern und ist es in den Erinnerungen der in die Jahre gekommenen Frischluft-Fans wohl noch immer.

1966 wurde das Bad der Allgemeinheit übergeben, nach 26 Jahren Betrieb wurde es 1992 endgültig geschlossen.

Freibad Wanne von oben
Freibad Wanne mit Rutsche und Uhr
Freibad Wanne mit Trinkbrunnen

Wananas (bis 2011)

Der Standort blieb, aus der Oststraße wurde „Am Freibad 30“ und aus dem alten Wanner Freibad das neue Wananas. Von 1994 bis zum Großbrand am 10. November 2011, der das komplette Gebäude vernichtete, war das Bad ein beliebter Freizeitspaß für die ganze Familie: Stolze 3,5 Millionen Besucher zählte das Wananas in dieser Zeit. Legendär das Piratenschiff mit seinen Kanonenladungen voll Wasser, das Wasserlabyrinth und die 50 Meter lange Wasserrutsche.

Wananas (alt), Eingangsbereich
Wananas (alt), Schwimmbecken mit Arkaden
Wananas (alt), Außenbecken und Liegewiese

Hallenbad Eickel

Das bauliche Kleinod gegenüber des alten Solbades in Wanne war in die Jahre gekommen. Im Jahr 2014 feierte das Hallenbad Eickel seinen 60. Geburtstag; das „Haus der Wasserfreude“, wie es damals hieß, wurde am 13. März 1954 eröffnet. Als sportliche Weihe und überregionales Großereignis wurden dort noch im selben Monat die Westdeutschen Hallenschwimmmeisterschaften ausgetragen.

Mit Eröffnung des neugebauten Sport- und Erlebnisbades Wananas im Dezember 2016 wurde das Hallenbad Eickel geschlossen.

Hallenbad Eickel, Außenansicht
Hallenbad Eickel, Kasse
Hallenbad Eickel, Beckenabgang

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